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Bericht zur AKRO-Köln Veranstaltung vom 22.05.2007 (Operative Flugmedizin in der Transformation) Der Generalarzt der Luftwaffe ist fachlich fuer die gesundheitliche Betreuung des Fliegenden Personals der Bundeswehr verantwortlich. Er gehoert mit seinen Fliegeraerzten und dem Flugmedizinischen Institut der Luftwaffe als eigenstaendige Dienststelle zum Luftwaffenamt. Oberstarzt Dr. Wolfgang Krause berichtete dem Arbeitskreis Reserveoffiziere AKRO Koeln ueber die Operative Flugmedizin in der Transformation. Trotz der kontinuierlichen technischen Weiterentwicklung bleibt der Mensch immer im Mittelpunkt. Die jahrelange Ausbildung der Fliegeraerzte umfasst flugmedizinische Lehrgaenge, Rettungsmedizin, Praxis in der Klinik und als Fliegerarzt, Englisch, eine wissenschaftliche Arbeit und Lehrgaenge im luftgebundenen Verwundetentransport AirMedEvac. Das Flugmedizinische Institut der Lw befasst sich mit Klinischer Flugmedizin, Ergonomie, Flugpsychologie, Flugphysiologie und Flugunfallmedizin, sowie der Forschung und Lehre. So wird z.B. das Erkennen des Sauerstoffmangels bei Druckabfall in der Kabine in der Unterdruckkammer immer wieder ausbildungsmaeßig geuebt, damit die richtigen Notverfahren rechtzeitig eingesetzt werden. Die Fliegeraerzte sind wie die Luftwaffe insgesamt mittlerweile ueber Jahre kontinuierlich im Einsatz. So hat die Luftwaffe 2006 im Rahmen der Einsaetze in 3000 Fluegen 9400 t Material und 101.000 Passagiere transportiert. In der Ausbildung der Kampfpiloten haben sich heutzutage die Schwerpunkte zum praezisen Einsatz genauer Waffen im Verbund mit vielen anderen Flugzeugen verlagert. Die Faehigkeit zur Verarbeitung zahlloser Informationen wird für die Piloten immer wichtiger. Durch die Luftbetankung wird die Einsatzdauer verlaengert und die Gefahr der Ermuedung erhoeht, der es entgegenzuwirken gilt. In der Diskussion berichtete OTA Dr. Krause den Reservisten u.a. ueber menschliche Eigentuemlichkeiten im Fehlerverhalten bei lang dauernden Einsaetzen. Hier war von besonderem Interesse, dass Fehler bei erkannter Ermuedung zunaechst in geringerer Anzahl gemacht werden, die Fehlerhaeufigkeit aber doch zunimmt, und zwar, weil die Faehigkeit zur Korrektur entstandener Fehler bei Ermuedung nachlaesst. Abschließend stellte OTA Dr. Krause fest, dass es bei aller technischen Weiterentwicklung immer wichtiger ist, den Menschen in seiner nicht beliebig zu erweiternden Leistungsfaehigkeit niemals aus dem "flugmedizinischen Auge" zu verlieren. Fredo Landvogt
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